Methodik
Diese Seite beschreibt offen, wie die Inhalte auf marktfakten.com entstehen, nach welchen Regeln sie geprüft werden und wo ihre Grenzen liegen.
Auf einen Blick
- Artikel entstehen mithilfe von Sprachmodellen (Claude von Anthropic) nach festen Regeln.
- Jede Zahl muss in einer abgerufenen Quelle stehen; die Quellen sind unter jedem Artikel verlinkt.
- Vor der Veröffentlichung prüft eine automatische Schlussredaktion jeden Artikel. Bei kritischen Mängeln wird er nicht veröffentlicht.
- Jeder Artikel enthält zwei Tendenzen. Tendenzen zu Werten mit Kurs werden später automatisch überprüft – öffentlich auf der Seite Trefferquote.
- Die Inhalte sind keine Anlageberatung.
1. Themenauswahl
Zweimal täglich werten wir die Meldungen öffentlicher Nachrichtenquellen aus, darunter Primärquellen wie die Europäische Zentralbank, die Deutsche Bundesbank, das Statistische Bundesamt und die US-Notenbank sowie Wirtschaftsredaktionen. Ein Sprachmodell wählt daraus das Thema, das für Privatanleger in Deutschland am relevantesten ist. Werbemitteilungen kleiner Börsenwerte, Gerüchte und Kursziel-Meldungen werden bewusst nicht ausgewählt. Themen der letzten sieben Tage werden nicht wiederholt, außer es gibt eine wesentliche neue Entwicklung. Findet sich kein geeignetes Thema, erscheint kein Artikel.
2. Recherche und Text
Das Sprachmodell ruft die Quelle vollständig ab, ergänzt bei Bedarf höchstens zwei weitere seriöse Quellen und schreibt einen eigenständigen Artikel. Feste Regeln gelten dabei:
- Jede Zahl, jedes Datum und jedes Zitat muss in den abgerufenen Quellen stehen – nichts wird geschätzt oder ergänzt.
- Zu den wichtigsten Aussagen werden wörtliche Belege aus den Quellen gespeichert; sie dienen der anschließenden Prüfung.
- Keine Kauf-, Verkaufs- oder Halteempfehlungen für einzelne Wertpapiere, keine eigenen Kursziele.
3. Einordnung für Anleger
Aus dem fertigen Artikel werden die Bausteine für Anleger abgeleitet: die Kernaussagen („Auf einen Blick“), was die Nachricht für Sparer, ETF-Anleger oder Kreditnehmer bedeuten kann, drei allgemeine Verhaltenshinweise, Chancen und Risiken sowie – falls im Artikel genannt – ein kommender Termin. Grundlage ist ausschließlich der Artikel selbst.
4. Das Tendenzometer
Jeder Artikel enthält zwei Tendenzen zu Werten, die von der Nachricht betroffen sind – etwa „DAX steigt“ oder „Goldpreis fällt“.
- Richtung: steigt, fällt oder stabil – die im Artikel begründete erwartete Bewegung.
- Signal: eindeutig (direkt benannt und mit Daten belegt), wahrscheinlich (erkennbar, nicht beziffert) oder unsicher (nur indirekte Hinweise).
- Horizont: kurz (etwa eine Woche), mittel (etwa ein Monat) oder lang (etwa drei Monate).
Eine Tendenz ist keine Prognose mit Kursziel und keine Empfehlung. Sie beschreibt, in welche Richtung die im Artikel genannten Fakten deuten.
5. Prüfung vor der Veröffentlichung
Eine automatische Schlussredaktion prüft jeden Artikel samt Einordnung: Stehen alle Zahlen in den Belegen? Gibt es Widersprüche? Enthält der Text eine Anlageempfehlung? Sind alle Bausteine vollständig? Kritische Mängel führen dazu, dass der Artikel nicht veröffentlicht, sondern zur Prüfung zurückgehalten wird.
6. Trefferquote
Gehört eine Tendenz zu einem Wert mit Kurs – etwa einem Index, einer DAX- oder großen US-Aktie, einer Kryptowährung, Gold, Silber oder Öl –, wird beim Erscheinen der Kurs gespeichert und nach Ablauf des Horizonts automatisch mit dem dann gültigen Kurs verglichen:
- kurz: Prüfung nach 7 Tagen, „stabil“ gilt innerhalb von ±1 %
- mittel: Prüfung nach 30 Tagen, „stabil“ gilt innerhalb von ±3 %
- lang: Prüfung nach 90 Tagen, „stabil“ gilt innerhalb von ±5 %
„steigt“ ist getroffen, wenn der Kurs stärker als die Schwelle gestiegen ist, „fällt“ entsprechend umgekehrt. Gold, Silber und Öl werden über börsengehandelte Fonds gemessen, die den Preis abbilden. Tendenzen ohne Kurs, etwa zu Mietpreisen, zählen nicht. Die Quote wird erst ab 30 geprüften Tendenzen angezeigt, weil eine Quote aus wenigen Fällen Zufall wäre. Alle Ergebnisse – auch die Fehlschläge – sind auf der Seite Trefferquote einsehbar.
7. Kurse
Kursangaben auf der Website werden stündlich aktualisiert, sind bis zu 20 Minuten verzögert und ohne Gewähr. Sie dienen der Orientierung, nicht als Grundlage für Handelsentscheidungen.
8. Grenzen und Korrekturen
Sprachmodelle können Fehler machen, und auch Quellen irren. Die Regeln und Prüfungen verringern dieses Risiko, schließen es aber nicht aus. Wenn Sie einen Fehler entdecken, schreiben Sie uns bitte über das Kontaktformular. Berechtigte Korrekturen nehmen wir zeitnah vor.
Die Inhalte dienen ausschließlich der Information und stellen keine Anlageberatung dar. Anlageentscheidungen sollten Sie auf Grundlage Ihrer persönlichen Situation treffen.